Milchdialog: ÖBV fordert ökologische und artgerechte Milchtierhaltung sowie Mengenregulierung

Wien, 10. Juni 2016.

Die ÖBV-Via Campesina Austria begrüßt als Teil der Plattform „Wir haben es satt“, dass zum nächste Woche stattfindenden Milchdialog erstmals auch kritischen Organisationen eingeladen sind.

Zentrales Anliegen der ÖBV ist es, beim Milchdialog auch über Maßnahmen, die der Überproduktion entgegenwirken, zu diskutieren. Nicht zuletzt aufgrund der massiv angestiegenen Liefermengen in ganz Europa sei eine Milchtierhaltung, die auf dem exzessiven Einsatz von Kraftfutter und der Zucht auf Hochleistung anstatt auf Lebensleistung beruht, nicht mehr zu akzeptieren.

„Milchkühe müssen wieder wiederkäuergerecht gefüttert werden, das heißt vorwiegend Futter aus Dauergrünland und Feldfutter erhalten. Die bodenungebundene Milchproduktion, die auf der Verfütterung von importierten Eiweißfuttermitteln beruht, ist weder ökonomisch noch ökologisch sinnvoll und auch aus Tierschutzgründen abzulehnen“, so ÖBV-Milchbäuerin Judith Moser-Hofstadler, die auch am Milchdialog teilnehmen wird.

Beim Milchdialog soll festgehalten werden, dass die Interessen von Milchbauern/-bäuerinnen, sowie der Bevölkerung ins Zentrum der neuen Milchpolitik gestellt werden muss. Zudem brauche es Minimalanforderungen für alle Milchkuhbetriebe, die eine artgerechte Haltung gewährleisten sollen:

  • 75% des Futters aus Dauergrünland bzw. Feldfutter
  • Begrenzung auf 2 GVE/ha um eine bodengebundene Milchviehhaltung sicherzustellen.
  • Verpflichtender Liegeplatz im Stall pro Kuh

„Ganz wichtig ist uns auch, dass eine stärkere Mitsprache der Milchbauern und Milchbäuerinnen innerhalb der Molkereien gewährleistet wird und LieferantInnen solidarisch miteinander sind. Es darf keine Preisabschläge für kleine Milchbetriebe  mehr geben“, so Moser-Hofstadler.

Die ÖBV wird beim Milchdialog darauf drängen, die Milchposition der ÖBV und das Milchmanifest zu berücksichtigen, das die IG Milch gemeinsam mit der ÖBV und anderen Gruppierungen Ende März in Wien der Öffentlichkeit vorgestellt hat. Zentrale Punkte in beiden Papieren sind eine Ökologisierung der Produktion sowie eine funktionierende Marktregulierung.

Rückfragehinweis: Judith Moser-Hofstadler, +43 664 23 49 137; judith.moser-hofstadler@gmx.at

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