Milchdialog: Nachhaltige Milchproduktion oder Ende der österreichischen Milchwirtschaft?

Grüne Bäuerinnen und Bauern fordern Milch-Mengenbegrenzung zum nachhaltigen Erhalt der bäuerlichen Familienbetriebe

Die Grünen Bäuerinnen und Bauern begrüßen, als Teil der Plattform „Wir haben es satt“, den am 14. Juni stattfindenden Start des Milchdialogs. „Die Milchmarktkrise hat sich dramatisch verschärft und eine Besserung der ruinösen Preisentwicklung zeichnet sich nicht ab. Wenn wir dieses Marktversagen weiter zulassen, ist das das Ende der österreichischen Milchwirtschaft, wie wir sie kennen. Es ist nicht nur Feuer am Dach, es brennt das ganze Haus. Im Milchdialog werde ich alles dafür tun, dass Instrumente zur Mengensteuerung beschlossen werden, um eine nachhaltige Milchproduktion in Österreich auch zukünftig zu gewährleisten“, erklärt Clemens Stammler, Obmann der Grünen Bäuerinnen und Bauern Oberösterreich.

Auf Initiative der Grünen konnte erreicht werden, dass es am 14. Juni im Parlament in Wien zu einem offiziellen Milchdialog – einem gemeinsamen Treffen von MandatarInnen, Bäuerinnen und Bauern, Verarbeitern, Lebensmittelhändlern, KonsumentInnen-VertreterInnen, aber auch zivilgesellschaftlichen Organisationen kommt.

Ende März wurde das Milchmanifest der IG-Milch, der Österreichischen Berg- und KleinbäuerInnen Vereinigung und den Grünen Bäuerinnen und Bauern vorgestellt. Unterstützt wird es von der ARGE Schöpfungsverantwortung, der ARGE Weltläden, Attac, der Bank für Gemeinwohl, der EZA Fairer Handel, Fian, Greenpeace, Südwind, Weihbischof Scharl, dem Welthaus Graz und dem Welthaus St. Pölten.

„Ich habe diese breit getragene Initiative aufgenommen und durch einen Antrag ins Parlament gebracht. Der Vorsitzende des Landwirtschaftsausschusses, Jakob Auer, hat sich hier konstruktiv gezeigt und die Forderung nach einem Runden Tisch unterstützt und somit den Milchdialog möglich gemacht. Jetzt geht es natürlich darum, dass wir weiter an einem Strang ziehen und wirkliche Lösungen für unser Bäuerinnen und Bauern beschließen. Der Schlüssel dafür ist ein Zurückfahren der produzierten Milchmenge“, erläutert Wolfgang Pirklhuber, Landwirtschaftssprecher der Grünen

„Die Intensivierung der Milchproduktion durch Futtermittelimporte aus Übersee, das ruinöse Ausweiten der Milchmenge auf Teufel komm raus, ist ein Konzept, dass unsere Bauern in den Ruin treibt, die Gesundheit der Kühe gefährdet und die Produktqualität beeinträchtigt. So werden die Marktpreise in Österreich und in Europa zerstört und die Existenz tausender heimischer Milchviehbetriebe vernichtet, während man zeitgleich mit Dumping-Exporten die Märkte in anderen Weltregionen zerstört. Wir brauchen eine Mengenregulierung die die Versorgung der EU mit hochqualitativen und gesunden Lebensmittel gewährleistet und den heimischen Bauern Preise sichert, damit sie von ihrer Arbeit auch leben können. Jeden Vorschlag in diese Richtung werden wir tatkräftig unterstützen“, so Stammler und Pirklhuber unisono.

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