DEMO gegen CETA und TTIP

Mit letzter Kraft und allen möglichen Tricks versuchen die Regierungen, die EU-Kommission und die Lobbyisten der Agrar- und Lebensmittelindustrie, CETA und TTIP gegen den Widerstand der Menschen durchzuboxen. Dabei ist schon längst klar – diese Handelsabkommen bringen unsere Lebensmittel und unsere Landwirtschaft in Gefahr. Große Konzerne sollen noch mehr Einfluss bekommen, wenn es darum geht, was auf unsere Teller kommt. Kleinbäuerinnen und -bauern auf beiden Seiten des Atlantiks würden dadurch noch weiter in Bedrängnis geraten. Die Umwelt kommt weiter unter die Räder, das Klima wird weiter angeheizt. Auf der Demo gegen CETA und TTIP wollen wir den Widerstand von Bauern und Bäuerinnen, Menschenrechts-, Umweltschutz- und Nord-SüdaktivistInnen sowie Klimagerechtigkeitsbewegungen machen.

Kommt mit Gartenwerkzeugen, Scheibtruhen, Milch- oder Gießkannen und allem, was euch sonst so einfällt und unterstützt uns im Landwirtschafts- und Umweltblock!

Wann? Samstag, 17. September

Treffpunkt: 14 Uhr, Karlsplatz, Wien

Wir wollen faire Handelsbedingungen und eine ökologische Lebensmittelproduktion – und einen sozial-ökologischen Umbau unserer Wirtschaft und Gesellschaft!

Weitere Termine in ganz Österreich und mehr Infos: www.ttip-stoppen.at14324313_10154011545262857_7225196257950846503_o

 

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Milchdialog: ÖBV fordert ökologische und artgerechte Milchtierhaltung sowie Mengenregulierung

Wien, 10. Juni 2016.

Die ÖBV-Via Campesina Austria begrüßt als Teil der Plattform „Wir haben es satt“, dass zum nächste Woche stattfindenden Milchdialog erstmals auch kritischen Organisationen eingeladen sind.

Zentrales Anliegen der ÖBV ist es, beim Milchdialog auch über Maßnahmen, die der Überproduktion entgegenwirken, zu diskutieren. Nicht zuletzt aufgrund der massiv angestiegenen Liefermengen in ganz Europa sei eine Milchtierhaltung, die auf dem exzessiven Einsatz von Kraftfutter und der Zucht auf Hochleistung anstatt auf Lebensleistung beruht, nicht mehr zu akzeptieren.

„Milchkühe müssen wieder wiederkäuergerecht gefüttert werden, das heißt vorwiegend Futter aus Dauergrünland und Feldfutter erhalten. Die bodenungebundene Milchproduktion, die auf der Verfütterung von importierten Eiweißfuttermitteln beruht, ist weder ökonomisch noch ökologisch sinnvoll und auch aus Tierschutzgründen abzulehnen“, so ÖBV-Milchbäuerin Judith Moser-Hofstadler, die auch am Milchdialog teilnehmen wird.

Beim Milchdialog soll festgehalten werden, dass die Interessen von Milchbauern/-bäuerinnen, sowie der Bevölkerung ins Zentrum der neuen Milchpolitik gestellt werden muss. Zudem brauche es Minimalanforderungen für alle Milchkuhbetriebe, die eine artgerechte Haltung gewährleisten sollen:

  • 75% des Futters aus Dauergrünland bzw. Feldfutter
  • Begrenzung auf 2 GVE/ha um eine bodengebundene Milchviehhaltung sicherzustellen.
  • Verpflichtender Liegeplatz im Stall pro Kuh

„Ganz wichtig ist uns auch, dass eine stärkere Mitsprache der Milchbauern und Milchbäuerinnen innerhalb der Molkereien gewährleistet wird und LieferantInnen solidarisch miteinander sind. Es darf keine Preisabschläge für kleine Milchbetriebe  mehr geben“, so Moser-Hofstadler.

Die ÖBV wird beim Milchdialog darauf drängen, die Milchposition der ÖBV und das Milchmanifest zu berücksichtigen, das die IG Milch gemeinsam mit der ÖBV und anderen Gruppierungen Ende März in Wien der Öffentlichkeit vorgestellt hat. Zentrale Punkte in beiden Papieren sind eine Ökologisierung der Produktion sowie eine funktionierende Marktregulierung.

Rückfragehinweis: Judith Moser-Hofstadler, +43 664 23 49 137; judith.moser-hofstadler@gmx.at

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Milchdialog: Attac fordert Regionalisierung statt Exportorientierung

„Milchmenge begrenzen und Förderungen neu verteilen“

Am 14. Juni lädt Landwirtschaftsminister Rupprechter zum sogenannten Milchdialog. Als Teil der Plattform „Wir haben es satt“ begrüßt das globalisierungskritische Netzwerk Attac den Dialog. Für Attac ist angesichts der tiefen Milchkrise klar, dass er einen Prozess hin zu einer grundlegenden Abkehr von Überschuss- und Exportorientierung in der Land- und Milchwirtschaft einläuten muss. Attac fordert eine Regionalisierung der Wirtschaft, die sich am europäischen Bedarf orientiert. Die Produktion und Verteilung von Lebensmitteln dürfe nicht dem sogenannten „freien Markt“ überlassen werden.

Exportorientierung und Freihandelslogik führen zu Hungerkrisen und Flucht

Österreich produziert heute mehr als das eineinhalbfache der für eine Selbstversorgung nötigen Milchmenge. (1) Aus globaler Sicht verdrängen diese Überschüsse und die niedrigen Erzeugerpreise die MilchproduzentInnen im globalen Süden. Denn ein großer Teil der Überschüsse wird ins Ausland exportiert, etwa in Form von Milchpulver. „Exportorientierte Agrarpolitik und neoliberale Freihandelslogik zerstören kleinbäuerliche Selbstversorgungsstrukturen in den ärmsten Ländern. Dies mündet wiederum in Hungerkrisen und Flucht“, kritisiert Carla Weinzierl, Agrarexpertin von Attac Österreich.

Begrenzung der Milchmenge führt zu kostendeckenden Preisen

Um die Überschüsse zu reduzieren fordert Attac kostendeckende Preise – auch einen ebensolchen Milchpreis. Dafür ist eine Begrenzung der Milchmenge nötig, die sich am (relativ stabilen) lokalen Bedarf orientiert. „Milchmenge und Milchpreis müssen demokratisch zwischen allen Betroffenen, allen voran den Milchbäuerinnen und -bauern, verhandelt werden“, fordert Weinzierl. Höhere Preise für KonsumenInnen können dabei durch eine Förderung von Direktvermarktung und genossenschaftlichen Molkereien vermieden werden.

Begrenzung der Milchmenge führt zu kostendeckenden Preisen

Attac fordert auch eine Neuverteilung der Fördergelder. Denn die aktuellen Agrar-Subventionen (2) kommen nicht bei KonsumentInnen, sondern vor allem bei den großen Molkereien und dem Einzelhandel an. (3) Und die im September 2015 beschlossene Liquiditätshilfe hilft vor allem jenen Betrieben, die in den letzten Jahren ihre Milchproduktion massiv gesteigert und so das Problem mitverursacht haben. Statt großer maschinen- und ressourcenintensiver Betriebe sollten daher kleinere, meist ressourcenschonende aber arbeitsintensivere Betriebe (wie Bergbauernhöfe) gefördert werden. „Öffentliche Gelder sollten eine nachhaltige Bodenbewirtschaftung, das Tierwohl und sozial verträgliche Arbeitsbedingungen fördern und nicht eine weitere Konzentration im Agrarbereich“, fordert Weinzierl. Langfristig können durch kostendeckende Preise auch Förderungen abgebaut werden.

Hintergrundinformationen:

  • Entgegen volkswirtschaftlicher Vernunft wurde die Milchmenge in Europa und in Österreich – trotz sinkender Preise – stetig gesteigert. Österreich hat bei der Milch einen Selbstversorgungsgrad von 160% (gestiegen von 100% im EU-Beitrittsjahr 1995). Obwohl seit 1995 mehr als 50% der österreichischen MilchproduzentInnen den Betrieb einstellten, blieb die produzierte Milchmenge im selben Zeitraum gleich bzw. stieg sogar leicht an. Die Milchmenge pro Betrieb wurde demnach durchschnittlich verdoppelt. Die betriebswirtschaftlichen Entscheidungen der Bauern und Bäuerinnen wurden auch von politischen Entscheidungen gefördert. Auch weltweit liegt die produzierte Menge an Milch weit über dem Bedarf.
  • Die EU förderte die Landwirtschaft 2015 mit knapp 55 Milliarden Euro. Zwischen 2014 und 2020 stehen Österreich 8,75 Milliarden Euro an EU-Geldern für die österreichische Landwirtschaft zur Verfügung, im Schnitt bekommen BäuerInnen und Bauern knapp 700 Millionen Euro Direktzahlungen (1. Säule der GAP) jährlich. Im Bereich Ländliche Entwicklung (2. Säule) werden zusätzlich zu den EU-Geldern nationale Mittel durch den Bund und die Länder im Verhältnis 60 zu 40 aufgebracht. Insgesamt wurden im Jahr 2014 über zwei Milliarden Euro an EU-, Bundes- und Landesgeldern aufgewendet.
  • Ein Liter Biomilch, für den der Bauer 45 Cent bekommt, kostet im Supermarkt 1,29 Euro. Bei verarbeiteten Milchprodukten ist die Gewinnspanne noch höher.

Attac

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Milchdialog: FIAN fordert Ende der Exportoffensive

Wien, 10.6.2016 Die Menschenrechtsorganisation FIAN Österreich begrüßt als Teil der Plattform „Wir haben es satt“ den am Dienstag startenden Milchdialog. „Kurzfristig gedachte Liquiditätshilfen und eine weitere Exportoffensive werden die Milchkrise lediglich verwalten. FIAN erwartet vom Milchdialog eine überfällige Kehrtwende hin zu einer Milchmarktpolitik, die auf Solidarität, dem Menschenrecht auf Nahrung und Ernährungssouveränität aufbaut“, so Brigitte Reisenberger, Geschäftsleiterin von FIAN Österreich.

FIAN zeigt sich besorgt über die Exportzunahme standardisierter Massenprodukte wie Milchpulver oder Magermilchpulver, das mit Pflanzenfett (meist Palmöl) angereichert besonders auf KonsumentInnen in afrikanischen Ländern abzielt. Damit wird eine Entwicklung umgekehrt, die mit dem Auslaufen der Exportsubventionen eingesetzt hatte. Magermilchpulverexporte außerhalb der EU stiegen von 2013 bis 2015 um fast 70 Prozent (406.744 Tonnen in 2013, 685.898 Tonnen in 2015). Der Exportwert stieg im selben Zeitraum jedoch nur um 19 Prozent (1.260 Millionen Euro in 2013 auf 1.495 Millionen Euro in 2015). Mit dem geringen Preis von Milchpulver können lokale MilchproduzentInnen in den Importländern nicht konkurrieren. Die Spezialisierung europäischer Molkereien auf Milchpulverexporte sind schlechte Nachrichten für Bauern und Bäuerinnen weltweit, die auf existenzsichernde Preise angewiesen sind. Es kommt zu einer Preisspirale nach unten. Bauern und Bäuerinnen werden am Weltmarkt gegeneinander in den Wettbewerb geschickt. Die einzigen die sich das leisten können und davon profitieren, sind große Konzerne.

Steigende Exporte, fallende Preise

„Lokale Märkte in Schwellen- und Entwicklungsländern werden mit billigem Milchpulver aus Europa überschwemmt. So wird das Überleben einer lokalen Milchproduktion und der Aufbau von Wertschöpfungsketten verhindert“, so Reisenberger. Exporte auf die Philippinen haben sich seit 2013 mehr als verdreifacht (von 8.024 Tonnen auf 30.064 Tonnen). In einzelnen westafrikanischen Ländern wie der Elfenbeinküste stiegen die Importe von Milchpulver aus der EU von 2015 auf 2016 um 113 Prozent (Vergleichszeitraum 1. Quartal). Europäische Milchkonzerne kaufen lokale Unternehmen auf oder gehen Joint Ventures ein und verarbeiten dabei vorwiegend billig importierte Rohstoffe. Europäische Konzerne wie Danone (Frankreich) sind bereits in Burkina Faso und Nigeria aktiv, Arla (Dänemark) in der Elfenbeinküste oder ebenfalls in Burkina Faso. Das Milchpulver aus der EU wird dort durchschnittlich um die Hälfte billiger verkauft als heimische ErzeugerInnen Frischmilch produzieren können.

In Burkina Faso lebt etwa ein Drittel der Bevölkerung von der Tierhaltung, besonders Frauen sind auf den Verkauf der Milch als Einnahmequelle angewiesen. „Die Eroberung neuer Märkte geht mit dem Risiko der Verletzung des Menschenrechts auf Nahrung einher und treibt kleine ProduzentInnen in Europa und auch ihre afrikanischen KollegInnen in den Ruin“, so Reisenberger. „Es braucht einen grundlegenden Strategiewandel in der Milchpolitik – den Start dafür erhofft sich FIAN vom Milchdialog. Es braucht eine mutige Milchmarktpolitik, welche die Menschenrechte, nicht die Milchschwemme fördert und die bäuerlichen MilchproduzentInnen ins Zentrum der Lösungsstrategien stellt.“ Mit dem bäuerlichen Milch-Manifest liegen bereits konkrete Schritte für einen Weg aus der Milchkrise auf dem Tisch. Nun müssen sie angegangen werden.

Quelle Zahlen: European Milk Market Observatory  http://ec.europa.eu/agriculture/milk-market-observatory/index_en.htm

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Rückfragehinweis:
Brigitte Reisenberger, Geschäftsleitung FIAN Österreich, brigitte.reisenberger@fian.at 0699-18330033
Linnéa Richter, Pressereferentin FIAN Österreich, linnea.richter@fian.at 0650-4055511

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Milchdialog: Greenpeace fordert grundlegenden Wandel der Milchwirtschaft

Regionale und nachhaltige Produktion als Antwort auf die Krise

Wien – Greenpeace begrüßt den Milchdialog, zu dem Bundesminister Andrä Rupprechter kommenden Dienstag alle relevanten Vertreterinnen und Vertreter der österreichischen Milchwirtschaft lädt. Dieses Treffen muss der Auftakt für einen grundlegenden Wandel in der Produktion von Milch sein, fordert die Umweltschutzorganisation. Sie tritt als Teil der Plattform „Wir haben es satt“ für eine faire und ökologische Milchwirtschaft ein. Seit dem Auslaufen der Milchquote vor etwas mehr als einem Jahr befinden sich die Milchpreise auf einem Niveau, das eine ökologische Produktion mit gesunden Tieren langfristig kaum möglich macht. Greenpeace verlangt von den Beteiligten des Milchdialoges ein klares Bekenntnis zu einer regionalen und wirklich nachhaltigen Milchwirtschaft mit Fokus auf Weidehaltung und ohne Kraftfutterimporte, sowie eine Abkehr von der gescheiterten Politik der Exportorientierung. Außerdem muss sichergestellt werden, dass insbesondere kleinere und umweltfreundlich wirtschaftende Betriebe einen fairen Preis für ihre Milch erhalten.

„Die niedrigen Milchpreise verschärfen das Bauernsterben, und es ist zu befürchten, dass am Ende vor allem große, industrialisierte Betriebe übrig bleiben“, sagt Sebastian Theissing-Matei, Landwirtschaftssprecher bei Greenpeace in Österreich. Bei großen Herden ist es nur schwer möglich, die Tiere auf die Weide zu bringen. Daher werden diese Kühe oft ganzjährig im Stall gehalten und mithilfe von großem Kraftfuttereinsatz auf Hochleistung getrimmt. Zusammen mit der fortschreitenden Überzüchtung und dem fehlenden Bewegungsangebot beeinträchtigt das die Gesundheit der Tiere, was auch zu einem höheren Einsatz von Antibiotika führt.

Die Lösung sieht Greenpeace in einer Neuausrichtung der Milchwirtschaft. „Was wir jetzt brauchen ist ein klares Konzept, um die Produktionsmenge zu verringern, die Tiere wieder vermehrt auf die Weide zu bringen, Tierhaltung und Tiergesundheit insgesamt zu verbessern und den Kraftfuttereinsatz zu beschränken. Also alles das, was man unter einer extensiven Milchwirtschaft versteht“, fordert Theissing-Matei. „Eine intensive und industrialisierte Milchproduktion, die auf Teufel komm raus möglichst billig möglichst viel Milch für den Export produziert, ist nicht nur schlecht für Umwelt und Weltklima sondern gefährdet auch die Existenz eines Großteiles der heimischen Milchbäuerinnen und Milchbauern.“ Auch der Lebensmittelhandel kann hier nicht aus der Verantwortung genommen werden. Greenpeace erwartet ein klares Bekenntnis zu lokaler Milch und zu den in Österreich üblichen Produktionsstandards, wie zum Beispiel zur Gentechnikfreiheit.

Als Teil der Plattform „Wir haben es satt“ fordert Greenpeace gemeinsam mit bäuerlichen und entwicklungspolitischen Organisationen einen faire und ökologische Milchwirtschaft. Die Plattform „Wir haben es satt“ wird getragen von: ÖBV-Via Campesina Austria, IG-Milch, FIAN Österreich, Südwind, Attac, Welthaus Diözese Graz-Seckau, GLOBAL 2000, Greenpeace, Grüne Bauern und Bäuerinnen.

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Rückfragehinweis:

Sebastian Theissing-Matei, Landwirtschaftssprecher Greenpeace CEE in Österreich, Tel.: +43 (0)664 61 03 995, E-Mail: sebastian.theissing@greenpeace.org

Nora Holzmann, Pressesprecherin Greenpeace CEE in Österreich, Tel.: +43 (0)664 61 03 998, E-Mail: nora.holzmann@greenpeace.org

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Milchdialog: Nachhaltige Milchproduktion oder Ende der österreichischen Milchwirtschaft?

Grüne Bäuerinnen und Bauern fordern Milch-Mengenbegrenzung zum nachhaltigen Erhalt der bäuerlichen Familienbetriebe

Die Grünen Bäuerinnen und Bauern begrüßen, als Teil der Plattform „Wir haben es satt“, den am 14. Juni stattfindenden Start des Milchdialogs. „Die Milchmarktkrise hat sich dramatisch verschärft und eine Besserung der ruinösen Preisentwicklung zeichnet sich nicht ab. Wenn wir dieses Marktversagen weiter zulassen, ist das das Ende der österreichischen Milchwirtschaft, wie wir sie kennen. Es ist nicht nur Feuer am Dach, es brennt das ganze Haus. Im Milchdialog werde ich alles dafür tun, dass Instrumente zur Mengensteuerung beschlossen werden, um eine nachhaltige Milchproduktion in Österreich auch zukünftig zu gewährleisten“, erklärt Clemens Stammler, Obmann der Grünen Bäuerinnen und Bauern Oberösterreich.

Auf Initiative der Grünen konnte erreicht werden, dass es am 14. Juni im Parlament in Wien zu einem offiziellen Milchdialog – einem gemeinsamen Treffen von MandatarInnen, Bäuerinnen und Bauern, Verarbeitern, Lebensmittelhändlern, KonsumentInnen-VertreterInnen, aber auch zivilgesellschaftlichen Organisationen kommt.

Ende März wurde das Milchmanifest der IG-Milch, der Österreichischen Berg- und KleinbäuerInnen Vereinigung und den Grünen Bäuerinnen und Bauern vorgestellt. Unterstützt wird es von der ARGE Schöpfungsverantwortung, der ARGE Weltläden, Attac, der Bank für Gemeinwohl, der EZA Fairer Handel, Fian, Greenpeace, Südwind, Weihbischof Scharl, dem Welthaus Graz und dem Welthaus St. Pölten.

„Ich habe diese breit getragene Initiative aufgenommen und durch einen Antrag ins Parlament gebracht. Der Vorsitzende des Landwirtschaftsausschusses, Jakob Auer, hat sich hier konstruktiv gezeigt und die Forderung nach einem Runden Tisch unterstützt und somit den Milchdialog möglich gemacht. Jetzt geht es natürlich darum, dass wir weiter an einem Strang ziehen und wirkliche Lösungen für unser Bäuerinnen und Bauern beschließen. Der Schlüssel dafür ist ein Zurückfahren der produzierten Milchmenge“, erläutert Wolfgang Pirklhuber, Landwirtschaftssprecher der Grünen

„Die Intensivierung der Milchproduktion durch Futtermittelimporte aus Übersee, das ruinöse Ausweiten der Milchmenge auf Teufel komm raus, ist ein Konzept, dass unsere Bauern in den Ruin treibt, die Gesundheit der Kühe gefährdet und die Produktqualität beeinträchtigt. So werden die Marktpreise in Österreich und in Europa zerstört und die Existenz tausender heimischer Milchviehbetriebe vernichtet, während man zeitgleich mit Dumping-Exporten die Märkte in anderen Weltregionen zerstört. Wir brauchen eine Mengenregulierung die die Versorgung der EU mit hochqualitativen und gesunden Lebensmittel gewährleistet und den heimischen Bauern Preise sichert, damit sie von ihrer Arbeit auch leben können. Jeden Vorschlag in diese Richtung werden wir tatkräftig unterstützen“, so Stammler und Pirklhuber unisono.

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Tagungsdokumentation fertig!

cover-screenshotAm 16. Februar 2015 veranstalte FIAN mit und als Teil der „Wir haben es satt!“-Plattform die Tagung „Menschenrechte ins Ernährungssystem“. Nun ist unsere Tagungsdokumentation fertig:

Auf drei Panels zu Agrar-, Handels- und Entwicklungspolitik wurde über derzeitige Missstände im Ernährungssystem, sowie über Zukunftsvisionen und den Weg dorthin debattiert. Bei der abschließenden Podiumsdiskussion ging es um aktuelle Spannungsfelder im Ernährungssystem zwischen Menschenrechten und Konzerninteressen.

Die Tagung war mit über 180 Teilnehmenden gut besucht. Das Publikum reichte von Studierenden über NGO-Mitarbeiter_innen, Umweltorganisationen, Bauern und Bäuerinnen bis hin zu Vertreter_innen aus dem EZA-Bereich.

Lesen Sie hier mehr in unserer Dokumentation: Dokumentation-WHES-Tagung2016

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